Hühneraugen, Hornhaut und verdickte Nägel sind keine Kleinigkeit, wenn sie bei jedem Schritt drücken. Als staatlich anerkannte Podologin in Iserlohn-Hennen trage ich sie fachgerecht ab. Außerdem schauen wir gemeinsam nach der Ursache, denn oft steckt Druck im Schuh dahinter. Ein Rezept brauchen Sie für diese Pflege nicht.
Hühneraugen und Druckstellen
Ein Hühnerauge ist eine kleine, verhornte Stelle mit einem harten Kern, der nach innen drückt. Deshalb tut es oft schon bei leichtem Druck weh. Hühneraugen entstehen meist dort, wo ein Schuh immer wieder drückt oder reibt: oben auf den Zehen, zwischen den Zehen oder an der Fußsohle.
Ich trage die verhornte Haut und den Kern behutsam Schicht für Schicht ab. Danach schauen wir gemeinsam, woher der Druck kommt, zum Beispiel von zu engen Schuhen, einer Naht im Schuh oder einer veränderten Zehenstellung. Solange der Druck bleibt, kann ein Hühnerauge wiederkommen. Deshalb zeige ich Ihnen, wie Sie die Stelle entlasten können, etwa mit passenden Schuhen, Polstern oder einem Zehenschutz.
Bitte nicht selbst schneiden: Schneiden Sie Hühneraugen nicht mit Messer oder Schere heraus. Dabei entstehen leicht kleine Verletzungen. Haben Sie Diabetes oder Durchblutungsstörungen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, bevor Sie Hühneraugenpflaster mit Säure verwenden.
Hornhaut, Schwielen und Risse
Hornhaut ist eigentlich ein natürlicher Schutz der Haut. Sie bildet sich an Stellen, die viel tragen, vor allem an der Ferse und am Fußballen. Größere, flächige Verhornungen nennt man Schwielen. Wird die Hornhaut zu dick, kann sie drücken, spannen und hart werden. An der Ferse entstehen dann manchmal Risse, die Fachleute Schrunden nennen.
Ich trage überschüssige Hornhaut schonend ab, mit feinen Instrumenten und einem Schleifgerät. Dabei nehme ich nur so viel weg wie nötig, denn ein wenig Hornhaut schützt den Fuß. Danach fühlt sich der Fuß oft wieder weicher an. Damit es so bleibt, ist die Pflege zu Hause wichtig: Tipps dazu finden Sie weiter unten.
Sind Risse tief, offen oder bluten sie, lassen Sie das bitte zuerst ärztlich anschauen.
Verdickte oder veränderte Nägel
Nägel können mit der Zeit dicker, härter oder gelblich werden, zum Beispiel durch dauernden Druck im Schuh, nach einer Verletzung oder mit zunehmendem Alter. Solche Nägel lassen sich mit einer normalen Nagelschere kaum noch schneiden und können im Schuh drücken.
Ich kürze verdickte Nägel und trage sie mit einem feinen Schleifaufsatz schichtweise ab, damit sie flacher werden. Das kann den Druck im Schuh verringern.
Krümmt sich ein Nagel stark nach innen (Rollnagel) oder wächst er am Rand ein, lesen Sie mehr unter Eingewachsene Nägel. Dort erkläre ich die Behandlung mit einer Nagelkorrekturspange.
Und bei Nagelpilz? Das klärt zuerst Ihre Hautärztin oder Ihr Hausarzt. In Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt kann ich die Nägel begleitend kürzen und abtragen. Mehr dazu unten bei den häufigen Fragen.
Warzen an den Füßen
Warzen an der Fußsohle können beim Gehen drücken und wehtun. Ob es wirklich eine Warze ist, klärt am besten Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Auf ärztliche Verordnung bzw. in Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt übernehme ich die podologische Behandlung.
Bitte schneiden oder kratzen Sie Warzen nicht selbst auf. Haben Sie Diabetes, sprechen Sie vor jeder Selbstbehandlung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Pflegetipps für zu Hause
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Sie viel für Ihre Füße tun:
- Täglich anschauen: Werfen Sie einen kurzen Blick auf Ihre Füße, auch zwischen die Zehen. Ein Handspiegel hilft, wenn das Bücken schwerfällt.
- Gut abtrocknen: Trocknen Sie die Füße nach dem Waschen gründlich ab, besonders zwischen den Zehen.
- Regelmäßig eincremen: Eine Fußcreme hält die Haut geschmeidig. Bei sehr trockener Haut können Cremes mit Urea (Harnstoff) helfen. Zwischen den Zehen bitte nicht eincremen.
- Fußbäder kurz halten: Lieber kurz und lauwarm, sonst weicht die Haut zu stark auf.
- Nägel gerade feilen: Kürzen Sie die Nägel nicht zu kurz und nicht rund in die Ecken hinein. Eine Feile ist schonender als eine Schere.
- Keine scharfen Werkzeuge: Hornhauthobel und Rasierklingen schneiden schnell zu tief. Eine Feile oder ein Bimsstein ist sicherer.
- Passende Schuhe: Vor den Zehen sollte etwa ein Daumen breit Platz sein. Kaufen Sie Schuhe lieber am Nachmittag, wenn die Füße etwas dicker sind.
Brauchen Sie mehr als eine einzelne Behandlung, etwa regelmäßig Nägel, Hornhaut und Hühneraugen zusammen? Dann passt die medizinische Fußpflege, also die Behandlung beider Füße. Haben Sie Diabetes, lesen Sie bitte auch Fußpflege bei Diabetes.
Kosten
Den Preis nenne ich Ihnen vorab am Telefon. Er richtet sich nach der Behandlung, die Sie brauchen. So wissen Sie vor dem Termin, was auf Sie zukommt.
Kasse oder privat? Mit einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten bei diabetischem Fußsyndrom, bei Nervenschäden an den Füßen (Neuropathie), bei einem Querschnittsyndrom und bei eingewachsenen Zehennägeln, die mit einer Nagelkorrekturspange behandelt werden. Meine Praxis ist für gesetzlich Versicherte zugelassen. Ab 18 Jahren zahlen Sie die gesetzliche Zuzahlung: 10 % der Kosten plus 10 € je Verordnung. Reine Fußpflege ohne diese Diagnosen ist keine Kassenleistung. Privatversicherte und Selbstzahler sind ebenso willkommen.
Ihr Termin in Hennen
Meine Praxis liegt in der Ahornstraße 2 in Iserlohn-Hennen, Termine gibt es nach Vereinbarung. Rufen Sie mich an unter 0151 57847258 oder schreiben Sie mir per WhatsApp. Fällt Ihnen der Weg in die Praxis schwer, komme ich auch zu Ihnen: mehr unter Hausbesuche. Sie werden von mir persönlich behandelt.