Warum Ihre Füße bei Diabetes besondere Aufmerksamkeit brauchen
Bei Diabetes können sich das Gefühl und die Durchblutung in den Füßen verändern. Kleine Verletzungen, eine drückende Naht im Schuh oder ein eingerissener Nagelrand bemerkt man dann oft nicht sofort. Auch die Haut kann trockener werden und leichter einreißen.
Deshalb ist es sinnvoll, Nägel und Hornhaut fachgerecht behandeln zu lassen, statt selbst mit scharfen Werkzeugen daran zu arbeiten. Als staatlich anerkannte Podologin bin ich dafür ausgebildet, auch gefährdete Füße zu behandeln. Regelmäßige Behandlungen können helfen, Druckstellen und Verletzungen vorzubeugen.
Was ich für Ihre Füße tue
- Ich kürze Ihre Nägel behutsam und glätte die Ränder, damit nichts drückt oder einreißt.
- Verdickte Nägel trage ich vorsichtig ab.
- Hornhaut und Hühneraugen entferne ich schonend und mit viel Ruhe.
- Ich schaue mir Fußsohle, Fersen und die Haut zwischen den Zehen genau an.
- Fallen mir Druckstellen, Risse oder Rötungen auf, sage ich es Ihnen und rate Ihnen, wenn nötig, zur ärztlichen Abklärung.
- Zum Schluss bekommen Sie Tipps, wie Sie Ihre Füße zu Hause pflegen.
Die Behandlung baut auf der medizinischen Fußpflege auf. Bei Diabetes achte ich dabei besonders genau auf Haut und Druckstellen.
Die Behandlung bei einem diabetischen Fußsyndrom erfolgt auf ärztliche Verordnung bzw. in Abstimmung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Die Diagnose und die Behandlung Ihres Diabetes bleiben in ärztlicher Hand, ich kümmere mich um die fachgerechte Pflege Ihrer Füße.
Wichtig: Haben Sie eine offene Stelle, eine Wunde oder eine Entzündung am Fuß? Dann gehen Sie bitte zuerst zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Ist das abgeklärt, behandle ich Sie gern in Abstimmung mit ihr oder ihm.
So läuft Ihr Termin ab
Termin vereinbaren
Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir per WhatsApp. Angehörige können den Termin gern für Sie vereinbaren.
Gespräch
Wir sprechen über Ihren Diabetes, andere Vorerkrankungen und Ihre Medikamente und darüber, was Ihnen an Ihren Füßen aufgefallen ist.
Genauer Blick auf beide Füße
Ich schaue mir Haut, Nägel und Zehenzwischenräume an und achte auf Druckstellen.
Behutsame Behandlung
Ich kümmere mich um Nägel, Hornhaut und Hühneraugen und erkläre Ihnen dabei, was ich tue.
Tipps und nächster Termin
Sie bekommen Pflegetipps für zu Hause und, wenn Sie möchten, gleich den nächsten Termin. Häufig liegen zwischen zwei Behandlungen vier bis sechs Wochen. Was für Ihre Füße sinnvoll ist, besprechen wir gemeinsam.
Planen Sie für den ersten Termin etwas mehr Zeit ein. Die genaue Dauer nenne ich Ihnen bei der Terminvergabe.
Das bringen Sie zum ersten Termin mit
Falls vorhanden:
- die ärztliche Verordnung
- eine Liste Ihrer Medikamente
- Ihren Diabetes-Pass
- die Schuhe, die Sie am häufigsten tragen
- Ihre Versichertenkarte
Ein Blick in Ihre Schuhe
Viele Druckstellen entstehen im Schuh. Deshalb schaue ich mir gern auch die Schuhe an, die Sie im Alltag tragen, und sage Ihnen, wenn mir etwas auffällt, zum Beispiel eine harte Naht oder zu wenig Platz für die Zehen. Brauchen Sie besondere Schuhe oder Einlagen, sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber.
Tipps für Ihre Füße zu Hause
- Sehen Sie sich Ihre Füße jeden Tag an, auch die Fußsohle und zwischen den Zehen. Ein Handspiegel hilft, oder Sie bitten jemanden aus der Familie.
- Waschen Sie Ihre Füße mit lauwarmem Wasser und prüfen Sie die Temperatur vorher mit dem Ellenbogen oder einem Thermometer. Trocknen Sie gut ab, auch zwischen den Zehen.
- Cremen Sie trockene Haut ein, aber nicht zwischen den Zehen.
- Verzichten Sie auf scharfe Werkzeuge, Hornhauthobel und Hühneraugenpflaster.
- Laufen Sie möglichst nicht barfuß und tragen Sie Strümpfe ohne drückende Nähte.
- Tasten Sie Ihre Schuhe vor dem Anziehen kurz innen ab, ob etwas darin liegt.
Für Angehörige
Sie kümmern sich um einen Menschen mit Diabetes, der sich nicht mehr gut bücken kann oder schlecht sieht? Dann rufen Sie mich gern an. Sie können den Termin für ihn oder sie vereinbaren. Möchten Sie beim Termin dabei sein, sprechen Sie mich gern darauf an.
Fällt Ihnen am Fuß eine Rötung, eine Blase oder eine offene Stelle auf, bitten Sie die Ärztin oder den Arzt um Rat. Ist der Weg in die Praxis zu beschwerlich, sind Hausbesuche möglich. Ich fahre unter anderem nach Iserlohn, Hennen, Rheinen, Letmathe und Schwerte. Nennen Sie mir Ihren Ort, dann klären wir am Telefon, ob ein Besuch passt.
Kosten und Krankenkasse
Meine Praxis ist für gesetzlich Versicherte zugelassen. Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten bei diabetischem Fußsyndrom, bei Nervenschäden an den Füßen (Neuropathie), bei einem Querschnittsyndrom und bei eingewachsenen Zehennägeln, die mit einer Nagelkorrekturspange behandelt werden. Bringen Sie die Verordnung einfach zum ersten Termin mit. Ab 18 Jahren gilt die gesetzliche Zuzahlung (10 % der Kosten plus 10 € je Verordnung). Privatversicherte und Selbstzahler sind ebenso willkommen.
Kommen Sie ohne Verordnung zur Fußpflege, nenne ich Ihnen den Preis vorab am Telefon. So wissen Sie vor dem Termin, was auf Sie zukommt.
Am schnellsten erreichen Sie mich am Telefon. Alle Wege zu mir und die Anfahrt finden Sie auf der Kontaktseite.